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Tiroler Industrie: 2021 mit Optimismus die Herausforderungen annehmen!

Die richtigen Maßnahmen entscheiden

Tirol hat die Corona Krise besonders hart getroffen. Das regionale BIP ist im Corona-Jahr 2020, nach Berechnungen der Bundes-IV, um 12,5 % geschrumpft. Österreichweit wird der BIP-Rückgang insgesamt mit 8,1 % berechnet. Die Industrie trägt in Tirol 13 % des Verlustes, österreichweit sind es sogar 26%. Industriepräsident Christoph Swarovski dankt in seiner Jahresbilanz allen Unternehmen und ihren Mitarbeitern für ihr verantwortungsvolles Handeln im so schwierigen Jahr 2020. Die meisten Industriebetriebe im Land haben - teilweise unter schwierigsten Verhältnissen - weitergearbeitet und damit wesentlich dazu beigetragen, dass die Wirtschaft nicht komplett zusammengebrochen ist und die Versorgung mit zum Teil lebensnotwendigen Gütern aufrechterhalten werden konnte. Für 2021 erwartet Swarovski - unter der Voraussetzung, dass die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden kann - ein deutliches Wachstum. Allerdings könne das Niveau vor Corona dieses Jahr bei weitem noch nicht erreicht werden.

Die richtigen Maßnahmen entscheiden!

„EU, Bund und Länder versuchen viel, um die Krise zu bewältigen. Dafür können wir dankbar sein, aber wir dürfen keinesfalls vergessen, dass unser hochwertiges Gesundheitssystem nur von einer intakten Wirtschaft finanziert werden kann und der Schaden der Wirtschaft schließlich unser aller Schaden ist“, stellt Präsident Swarovski in seiner Neujahrsbotschaft fest. Es brauche nicht nur einen möglichst raschen Weg heraus aus dieser Pandemie, sondern auch eine Antwort darauf, wie die Politik mit künftig vergleichbaren Herausforderungen umzugehen gedenke. Ein regelmäßiges Herunterfahren werde unsere Wirtschaft nicht verkraften können. Die IV lehnt neue, unsere Wirtschaft belastende, Steuern ab. Swarovski: „Nur durch Initiativen, die uns im internationalen Wettbewerb erfolgreich halten, werden die für höhere Steuereinnahmen erforderlichen Gewinne erreicht werden können.“ Es müsse auch unbedingt vermieden werden, die Gräben in unserer Gesellschaft zu verbreitern und damit den sozialen Frieden zu gefährden. Swarovski: „Es braucht Investitionen in die Zukunft. Und es gilt mehr denn je: Bildung ist die beste Investition in die Zukunft unseres Landes.“

Die Industrie unterstützen!

Dass die EU mitten in der größten Wirtschaftskrise die Klimaziele nochmals dramatisch verschärft habe, könne sich für die EU-Wirtschaft und - unter Umständen auch für die Klimabilanz - als fatal herausstellen, dann nämlich, wenn die energieintensive Produktion aus Europa abwandere. China, das Ursprungsland der Corona Pandemie, komme offensichtlich 2020 als einer der wenigen Profiteure aus der Coronakrise. „Umso wichtiger ist es, für die von der Industrie immer wieder geforderte Fairness im internationalen Wettbewerb zu sorgen und die einseitigen Abhängigkeiten in Schlüsselindustrien zu verringern,“ stellt Präsident Swarovski fest. Er appelliert auch an das Land Tirol, die Industrie zu unterstützen. Swarovski: „Ereignisse wie Corona machen erst sichtbar, wie wichtig die Industrie als stabilisierender Faktor und attraktiver Arbeitgeber ist. Die große Abhängigkeit vom Tourismus ist nicht unkritisch. Daher liegt es im Interesse des Landes, auch Initiativen zum Erhalt und zur Stärkung unserer Industrie zu unterstützen.“