Positives Zeugnis für Standort Tirol - Unzufriedenheit mit dem Bund

Die Mitglieder der Industriellenvereinigung Tirol stellen nach der aktuellen IV-Mitgliederbefragung des Market-Instituts dem Standort Tirol ein durchaus positives Zeugnis aus. Die befragten heimischen Industriebetriebe sind mit Tirol als Industriestandort zu 57 Prozent zufrieden und zu 21 Prozent sogar sehr zufrieden. Das sind in Summe 78 Prozent, die davon überzeugt sind, dass es in Tirol gut möglich ist, ein Industrieunternehmen erfolgreich zu führen. Vor allem im Vergleich zur Bundespolitik wird die Landespolitik besser eingestuft. Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Standortpolitik hat höchsten Stellenwert

Der Einsatz der IV für den Industriestandort ist für die IV-Mitglieder die zentrale Aufgabe ihrer Interessenvertretung. „Mit der Ausarbeitung und Umsetzung der Industrie Standort Strategie Tirol setzen wir daher aus Sicht der Mitglieder die richtigen Schwerpunkte. Die Weiterentwicklung des Standortes, besonders die Herausforderungen der Digitalisierung, sind auch für die nächsten Jahre die wichtigsten Aufgaben der IV-Tirol, stellt Präsident Dr. Christoph Swarovski fest.

Tirol schneidet besser ab

Auffallend bei der Market-Erhebung ist, dass 57 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden und 14 Prozent sogar sehr zufrieden sind. Von 2013 auf 2017 hat die Zahl der Stimmen deutlich zugenommen, die der Tiroler Landesregierung ein gutes Zeugnis ausstellen. Hier kann die Bundesregierung nicht mithalten: Von ihr und auch von den Sozialpartnern ist die Tiroler Industrie enttäuscht. Die Entscheidungsschwäche was beispielsweise die Verhandlungen zu flexibleren Arbeitszeiten anlangt, genauso wie der Reformstau im Bund frustrieren die heimischen Betriebe.

IV-IconPOSITIONEN

iv-exklusiv Bild