Vollversammlung und Mitgliedertreffen im Haus Marie Swarovski in Wattens

Eine erfolgreiche Bilanz zog der Tiroler Industriepräsident, Dr. Christoph Swarovski, anlässlich der Ordentlichen Voll- und Mitgliederversammlung am 15. Mai im Haus Marie Swarovski in Wattens:

Ehrung Mitglieder (v.l.): IV-Präsident Georg Kapsch, Max Kloger, Werner Ritter, Hermann Petz, IV-Tirol Präsident Christoph Swarovski

„Bei steigender Produktion ist die Zahl der Mitarbeiter stabil. Mit ausreichend Fachkräften wäre sogar eine noch bessere Entwicklung möglich. Die Politik muss die positive Wirtschaftsentwicklung nutzen, um Strukturreformen voranzutreiben. Mit dem Regierungsübereinkommen im Land sind wir von der Industrievertretung weitgehend zufrieden. Es geht jetzt aber im Bund genauso wie im Land um die Umsetzung der versprochenen Reformen. Der Wirtschaftsstandort Österreich muss gegenüber vergleichbaren europäischen Ländern aufholen.“

Industriestandort Tirol stärken

Im Koalitionsübereinkommen der neuen Tiroler Landesregierung seien wesentliche Forderungen der IV-Standortstrategie aus dem Jahr 2017 gut abgebildet. Die weitere Umsetzung der Digitalisierungsoffensive, die Aus- und Weiterbildung, die flächendeckende Kinderbetreuung und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel müssten dabei - im Sinne der arbeitenden Menschen im Land - Priorität haben. Besonderen Wert lege die Tiroler Industrie auf die Einführung des Standortchecks, um die Auswirkungen von politischen Entscheidungen auf die Wirtschaft im Voraus abschätzen zu können, so der Tiroler Industriepräsident.

Der Bundesregierung den Rücken stärken

„Die Hochkonjunktur muss die Bundespolitik als Zeitfenster nutzen, um längst fällige Reformen umzusetzen“, stellt Präsident Swarovski fest. Das gelte für die Arbeitszeitflexibilisierung, Entbürokratisierung, die Vermeidung von Gold Plating ebenso, wie die steuerliche Entlastung etwa nicht entnommener Gewinne. Auch bei der angekündigten Reform der Sozialversicherungen stützt die IV-Tirol der Bundesregierung den Rücken. Die Strukturen müssten einfacher und transparenter werden. Die Senkung der AUVA-Beiträge sei ein wichtiger Schritt, die Lohnnebenkosten zu senken, damit mehr vom Gehalt bei den Arbeitnehmern ankommen kann. In der Diskussion um anstehende Reformen mahnte der IV- Präsident einmal mehr Sachlichkeit und einen korrekten Umgang der Sozialpartner miteinander ein.

Für flexiblere Arbeitszeiten

Bundes-IV-Präsident, Mag. Georg Kapsch, lobte die Tiroler Industrie und zeigte sich von der aktuellen Performance sehr beeindruckt. Was die Regierungsarbeit anlangt, gelte es, die großen Reformblöcke Sozialversicherung, Gesundheit, Bildung und Pensionen endlich anzugehen. Im Bereich der flexiblen Arbeitszeiten sei die IV für den 12-Stunden-Tag: „Wir rütteln deswegen nicht am generellen 8-Stunden-Tag. Wenn es Arbeit gibt, soll diese gemacht werden dürfen. Das ist auch im Sinne der Mitarbeiter. Natürlich wird jede Überstunde abgegolten. Die Jahresarbeitszeiten bleiben die gleichen“, so Kapsch.

Gastredner Schellhorn

Als Gastredner wurde Dr. Franz Schellhorn, Leiter der Denkfabrik Agenda Austria, eingeladen. Mit seinem Thema „Wie zukunftsfit ist Österreich?“ beeindruckte er die Tiroler Industriepersönlichkeiten. In seiner Präsentation zeigte der Experte auf, wie der Standort Österreich wieder an die Spitze geführt werden könnte, nämlich in die Gruppe der 10 besten Wirtschaftsstandorte weltweit. Die nächste Regierung habe keine Zeit zu verlieren, Versäumtes aufzuholen. Die Agenda Austria jedenfalls werde nicht müde, entsprechende Maßnahmen und Wege aufzuzeigen.

Impulse und Vernetzung

Der Geschäftsführer der IV-Tirol, Dr. Eugen Stark, informierte die Mitglieder über einzelne Schwerpunkte im vergangenen Geschäftsjahr, stellte dabei den neuen Jahresbericht und die Weiterentwicklung der Landesgruppe als „lernende Organisation“ vor. Auch in Zukunft werde die IV-Tirol weitere Incentives für die Entwicklungen im Land setzen und dabei die Mitglieder vernetzen. Die Arbeit der kommenden Jahre stehe daher unter dem Postulat: Impulse und Vernetzung!

Zahlen und Fakten

Die Tiroler Industrie ist mit einem Wertschöpfungsanteil von 23 % der weitaus größte Wirtschaftsbereich des Landes. Mit mehr als 41.000 Beschäftigten ist der Mitarbeiterstand stabil. Der Produktionswert von 10,7 Mrd. Euro bedeutet ein Plus von 6,8 Prozent. Von den rund 590 Mio. Euro privaten Forschungsausgaben in Tirol stammen über 90 Prozent aus der Industrie. Erstmals zahlten die Tiroler Unternehmen zusammen über 1 Mrd. Euro Unternehmenssteuern an den Staatshaushalt.

Ehrungen

Anlässlich der Mitgliederversammlung ehrte die IV-Tirol auch Unternehmen für ihr Engagement und ihre Treue: Siemens AG Österreich für 50 Jahre, Tiroler Rohre GmbH sowie die Moser Holdung AG für 25 Jahre. Alle drei Unternehmen sind auf ihrem Gebiet Spitzenklasse und bieten vielen Menschen nicht nur sichere Arbeitsplätze an, sondern Entwicklungsmöglichkeiten und hervorragende Karrierechancen.

Neue Mitglieder

· Steinmayr & Co Insurance Broker GmbH

· Packari.com GmbH

· TIROLER Versicherung

· Höpperger Recycling GmbH

· Thöni Industriebetriebe GmbH

 

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