Internationale Bildungsangebote stark im Kommen

Erstmaliges Zusammentreffen aller in Tirol im internationalen Bildungsbereich tätigen Träger und Einrichtungen stand im Mittelpunkt der Sitzung „F&E-Plattform der IV Tirol“.

DirektorInnen und Betreiber der internationalen Bildungseinrichtungen in Tirol mit Dr. Werner Ritter, Siemens AG Österreich und Sprecher der F&E-Plattform (3.v.r) und Mag. Josef Lettenbichler, Geschäftsführer IV-Tirol (1.v.r.)

„Es freut uns, dass in den letzten Jahren deutliche Bewegung in die Tiroler Bildungslandschaft hinsichtlich der internationalen Ausrichtung gekommen ist,“ meint Dr. Werner Ritter, Sprecher der F&E-Plattform der IV Tirol und Standortleiter der SIEMENS AG Österreich. „Tirol hatte hier deutlichen Aufholbedarf.“

Für den Geschäftsführer der IV Tirol, Mag. Josef Lettenbichler, sind internationale Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche eine grundlegende Basisvoraussetzung zur Steigerung der Attraktivität Tirols für internationale Fach- und Spitzenkräfte. Aber auch und vor allem für Tiroler Kinder bieten bilinguale Bildungseinrichtungen die große Chance von früh an ihre sprachlichen Fähigkeiten auszubauen. Davon wird auch rege Gebrauch gemacht – rund 80 Prozent der Schülerinnen an diesen Einrichtungen sind Tiroler Kinder.

Als Pionierin der ersten Stunde gilt Rosemarie Ladner-Cole, die mit ihrem COLE English Centre for Kids und in weiterer Folge mit der COLE Private Bilingual School in Innsbruck lange Zeit die einzige Anlaufstelle für Eltern war, die ihre Kinder bilingual ausbilden lassen wollten.

2007 folgte mit der Innsbruck Elementary School an der Volksschule Saggen ein weiteres Angebot für Kinder bis 10 Jahren.

Ein großer Schritt zu einer durchgängigen bilingualen Ausbildung wurde 2012 mit der Einführung einer bilingualen Klasse am Akademischen Gymnasium Innsbruck geschaffen. Mittlerweile besuchen an der ISI – International School Innsbruck – am AGI in sechs Klassen mehr als 150 SchülerInnen den bilingualen Zweig. Dieser kann mit der dem Internationalen Baccalaureat (IB) nach acht Schuljahren abgeschlossen werden.

Im Sommer konnte schließlich mit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Erzdiözese Salzburg grünes Licht für die Errichtung der Internationale Schule Kufstein (ISK) Tirol gegeben werden. Am Areal der Fachhochschule Kufstein wird beginnend mit dem Schuljahr 2015/2016 ein Oberstufengymnasium eingeführt.

In der entscheidenden Phase der Standortfindung befindet sich zur Zeit die Tyrol International School (TIS), welche ab dem Jahr 2017 eine weitere Säule der internationalen Ausbildung in Tirol darstellen wird.

„Wie man sieht, ist aufgrund von Initiativen Einzelner sowie auf Nachdruck der Wirtschaft und Industrie mit Unterstützung des Landes und des Landesschulrates viel Positives geschehen. Nun gilt es, all diese Einrichtungen zu vernetzen und zu koordinieren. Eine flächendeckende Ausdehnung auf das ganze Land sollte nun das weitere Ziel sein, da es auch starke Industriebetriebe im Außerfern und in Osttirol gibt,“ zeigt sich Ritter zuversichtlich.

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