IV-Tirol: „Nach der Reform ist vor der Reform“

Der Präsident der IV-Tirol, Dr. Reinhard Schretter, begrüßt an der aktuellen Steuerreform ausdrücklich, dass die Progression etwas entschärft wird und damit die Erwerbstätigen entlastet werden. Das sei gerade auch am Josefitag, der den Schutzpatron der Arbeit würdigt, ein schönes Zeichen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In den letzten Jahren hätten die Einkommensteuerpflichtigen zunehmend erkannt, dass unser Steuersystem wenig leistungsfördernd ist, wenn bereits durchschnittliche Einkommen mit hohen Steuersätzen belastet sind.

Schretter: „Richtig an der Reform ist auch, dass die Wichtigkeit der Vermögenssubstanz als Basis von Wertschöpfung und Beschäftigung erkannt wurde. Schade und sehr bedenklich ist allerdings, dass vielen Unternehmern durch höhere Verbrauchssteuern und pauschale Betrugsverdächtigungen der Optimismus genommen scheint, der gerade jetzt so wichtig für beschäftigungswirksame Investitionen wäre.“

Doch nach der Reform ist vor der Reform. Wenn die Bundesregierung derzeit stolz auf ihre Handlungsfähigkeit verweist, könne sie diese gleich wieder unter Beweis stellen. Die getroffenen Maßnahmen könnten nur eine Vorstufe zu einer echten Reform in den Bereichen Überregulierung oder Pensionsantrittsalter sein. Diese seien die wahren Steuermittelfresser, und Österreich werde erst dann vom Hochsteuerland weg- und zum Nulldefizitland hinkommen, wenn diese Reformpakete – und andere mehr - endlich angegangen würden. Und auch international nehme man Österreich dann als nicht mehr auf der Kriechspur befindlich wahr.

Schretter: „Unabhängig von berechtigter Kritik freuen wir uns aber am Josefitag mit jenen Erwerbstätigen, die jedenfalls bis zum Erreichen der nächsten Progressionsstufe weniger Steuer zahlen.“

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