IV-Präsident Swarovski in Brüssel: Europa gegenüber USA und China wettbewerbsfähiger machen

Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, die EU-Position zur Industrie 4.0 und die Auswirkungen auf Industriestandorte wie Tirol standen im Mittelpunkt von Gesprächen, die IV-Präsident Christoph Swarovski zu Wochenbeginn in Brüssel führte.

Im Bild (v.li.) Bundesminister Sebastian Kurz (Europa, Integration und Äußeres), IV-Tirol Präsident Dr. Christoph Swarovski und Bundesminister DI Andrä Rupprechter (Land- und Forstwirtschaft, Umwelt)

Er traf hochrangige Vertreter der Kommission und des Rates und gemeinsam mit Bundesminister Andrä Rupprechter den EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie Miguel Arias Cañete sowie Außenminister Sebastian Kurz. Swarovski betonte einmal mehr die Notwendigkeit von mehr Zusammenarbeit und weniger Reglementierung und hob hervor, dass es größter Anstrengungen bedarf, um Produktion, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der EU zu halten. Die EU müsse sich gegenüber den USA, China und den anderen Wirtschaftsblöcken stärker behaupten und dafür sorgen, dass der für alle Beteiligten so wichtige Freihandel unter fairen Bedingungen abläuft. TTIP sei dafür eine wichtige Nagelprobe. Der IV-Präsident sprach konkrete Fälle an, bei denen die europäische Industrie und auch Tiroler Industriebetriebe derzeit eklatant benachteiligt sind.

Zukunftschancen auf allen Ebenen wahren

Durch alle Gespräche zogen sich die Zukunftsthemen Industrie 4.0 und Digitalisierung. "Es braucht ein Zusammenspiel zwischen EU, Nationalstaaten und Regionen, um Europas Chancen wahrzunehmen. Mit der Einstellung, dass alles bis ins letzte Detail reguliert werden muss, verspielen wir die Zukunft Europas. Das habe ich offen angesprochen", so der Tiroler IV-Präsident. Der Besuch diente auch der Vorbereitung des Standortvertrages, den die Industriellenvereinigung mit dem Land Tirol bis Ende des Jahres ausverhandeln wird. Darin wird es um spezifische Tiroler Fragen gehen, aber auch darum, die Chancen Tirols in Europa wahrzunehmen. IV-Präsident Swarovski setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit Modellregionen in Europa und mit den großen Treibern von Innovation und Digitalisierung, wie Silicon Valley.

Tiroler Interessen mit Nachdruck vertreten

Für IV-Präsident Christoph Swarovski war es eine logische Selbstverständlichkeit, in Vertretung der Tiroler Industrie sehr bald nach Amtsantritt Gespräche auf europäischer Ebene zu führen. "Wir sind in Brüssel gut vertreten und haben über die Jahre viele Kontakte aufgebaut. Wir werden aber die Kontakte zu Brüssel noch intensivieren. Unsere spezifischen Tiroler Interessen müssen wir dort selbst vertreten. Das nimmt uns niemand ab", stellt Swarovski fest.

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Kontakt

Magdalena Kaltschmid

Assistentin der Geschäftsführung, Industriellenvereinigung Tirol

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magdalena.kaltschmid@iv.at



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