Romano Prodi: „Europe in the World“

Auf Einladung der Industriellenvereinigung Tirol und des Management Center Innsbruck (MCI) durfte der Tiroler Industriepräsident, Reinhard Schretter, den italienischen Ministerpräsidenten a.D. sowie den Präsidenten a.D. der Europäischen Kommission in Innsbruck begrüßen.

MCI Rektor Andreas Altmann, IV-Tirol Ehrenpräsident Oswald Mayr, IV-Tirol Präsident Reinhard Schretter, Romano Prodi, Landtagspräsident Herwig Van Staa, IV-Tirol GF Josef Lettenbichler

Das in englischer Sprache gehaltene Referat des ehemaligen Spitzenpolitikers beeindruckte - lediglich an die deutschen Begriffe Bauarbeiter, Pickel, Schaufel und Wasserwaage erinnerte sich Prodi noch, weil er als Student in Deutschland am Bau sein erstes Geld verdiente. Dann startete er eine beeindruckende Karriere in Wirtschaft und Politik, die den überzeugten Europäer an die Spitze der EU-Kommission führte.

In seinen Ausführungen beim „Tiroler Industrie Gespräch“ am MCI skizzierte er den steinigen Weg Europas vom Friedensprojekt bis hin zur gegenwärtigen Krise. Von großer Angst getrieben stelle sich der Kontinent nicht mehr den Fragen unserer Zeit: Globalisierung, Einwanderung und Wirtschaft. Die großartige Idee Europas habe man in den vergangenen zehn Jahren aufs Spiel gesetzt. Man habe den Institutionen zu wenig Macht gegeben. Nun erlebe man in vielen Bereichen Handlungsunfähigkeit und eine große Lähmung. Wenn es die EU nicht schaffe, zusammenzurücken, um die heiklen Fragen der Zukunft zu lösen, werde man zwischen den großen Blöcken dieser Erde zerrieben. Europa sei die einzige kontinentale Antwort auf die neue Globalisierung.

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