Tiroler Industrie-Konjunktur: „Vorsicht überwiegt“

Bei den Prognosen der Unternehmen im 2. Quartal 2016 überwiegen die vorsichtigen Einschätzungen. Die Hoffnungen auf einen kräftigen Aufschwung halten sich in Grenzen.

Die Tiroler Industriekonjunktur bleibt zwar stabil, stimmt aber da und dort nachdenklich. Die Indikatoren Auftragsbestand und Verkaufspreise drücken Vorsicht und Unsicherheit aus.

Die Ergebnisse im Detail

Mit 19 % „guten“ – im ersten Quartal waren es noch 46 % - und 79 % „saisonüblichen“ Beurteilungen des Auftragsbestandes hat sich die Stimmung in vielen Unternehmen etwas eingetrübt. Damit bewegt sich die aktuelle Konjunkturentwicklung nicht nach oben, sondern weiterhin in Richtung „ausreichend“.

Genauso beurteilen die befragten Unternehmen die Auslandsaufträge: Nur 19 % gehen von einer guten Entwicklung aus. Die übrigen 79 % bezeichnen die Lage als „saisonüblich“.

In den nächsten drei Monaten

Entsprechend moderat entwickelt sich auch die Produktionstätigkeit in den nächsten drei Monaten: Während lediglich 12 % der Befragten ihre Produktion steigern können, wird sie – wie im ersten Quartal - bei 86 % „etwa gleich bleiben“.

Wenig Spielraum gibt es an der Preisfront. Der Druck hält weiterhin an. Nur 3 % rechnen damit, Preiserhö­hungen bei ihren Kunden durchzusetzen. Die überwiegende Mehrheit (97 %) ist dazu nicht in der Lage. Sie muss ihre Verkaufspreise auf bisherigem Niveau „stabil halten“.

26 % der befragten Unternehmen glauben, dass sie ihren Mitarbeiterstand im nächsten Quartal ausweiten können. 60 % wollen ihren Beschäftigtenstand unverändert lassen. Gleichzeitig haben die Betriebe aber auch Sorge, die benötigten Fachkräfte zu finden: sowohl im Bereich der traditio­nellen Facharbeiter als auch bei den Anlern- und Hilfskräften.

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Kontakt

Dr. Wolfgang Paulmichl

Referent Öffentlichkeitsarbeit, Industriellenvereinigung Tirol

T +43 512 58 41 34 14
wolfgang.paulmichl@iv.at



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