Tiroler Industrie-Konjunktur: Robuste Aufwärtsdynamik

„In vielen Unternehmen läuft es derzeit gut. Lassen wir uns aber von den Zahlen nicht täuschen, weil es sehr viel zu tun gibt, um dieses Niveau zu halten. Gerade auf Bundesebene erfordert es in Zukunft Mut, den Reformstau zu lösen und standortpolitische Weichen neu zu stellen“, bringt Dr. Christoph Swarovski, Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, die Ergebnisse der Konjunkturumfrage der IV-Tirol im zweiten Quartal auf den Punkt.

Entwicklung des Auftragsbestandes

Die robuste Aufwärtsdynamik hat viele Industriebereiche erfasst. Die Parameter Auftragslage, Produktion oder Beschäftigung bestätigen den Optimismus der Unternehmen. Immerhin rechnen 90 Prozent im nächsten Halbjahr mit einer gleich bleibenden Geschäftslage. Dank Erstarkung der weltweiten Wachstumszentren sowie des europäischen Wirtschaftsraumes ist auch mittelfristig von einer konjunkturellen Expansion auszugehen.

Die Ergebnisse im Detail:

Die Bestellungen im Inland sowie die Warenausfuhren unterscheiden sich im zweiten Quartal kaum vom ersten: 60 Prozent sind mit dem Auftragsbestand zufrieden. Zuletzt waren es 62 Prozent. 40 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über saisonübli­che Aufträge. Auch der Export läuft rund: 59 Prozent bewerten die Auslandsaufträge als „gut“. Für 41 Prozent der Befragten entsprechen die Auslandsaufträge den saisonalen Erwartungen. Wie auch im vorigen Quartal gibt es kein Unternehmen, das mit der Auftragslage nicht zufrieden ist.

Die nächsten drei Monate:

Bei der Produktionstätigkeit rechnen die Unternehmen in den kommenden Monaten mit einem leichten Rückgang: 12 Prozent gehen von einer Steigerung ihrer Produktion aus, das sind um vier Prozentpunkte weniger als im ersten Quartal. Etwa gleich bleiben die Produktionserwartungen bei 87 Prozent der Befragten.

Nach wie vor stark unter Druck sind die Verkaufspreise. Während nur 4 Prozent der Unternehmen mit ansteigenden Verkaufspreisen rechnen, erwarten 22 Prozent ein weiteres Absinken. 74 Prozent sehen bei der Preisbildung keine spürbaren Veränderungen. Der Wettbewerbsdruck auf den Absatzmärkten lässt wenig Spielraum zu. Positiv wirkt sich die aktuelle Konjunkturlage auf den Beschäftigtenstand aus. 39 Prozent der befragten Industrieunternehmen wollen ihren Mitarbeiterstand in den nächsten drei Monaten erhöhen, von 50 Prozent soll er immerhin gehalten werden. 

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