Tiroler Industriekonjunktur: Großer Optimismus für 2018

Zuversicht und Optimismus signalisieren die Ergebnisse der IV-Umfrage im 4. Quartal 2017.

Geschäftsentwicklung, Konjunktur

Stimmung und Ausblick sind besser als noch vor einem Jahr.

Das starke Wachstum in Europa, die internationale Nachfrage und die Tiroler Industriestruktur erweisen sich als sehr tragfähig. Im vierten Quartal fällt die Beurteilung des Auftragsbestandes durch die befragten Unternehmen sehr optimistisch aus. 66 Prozent gehen von einer guten, 34 Prozent von einer saisonüblichen Entwicklung aus. Die Exporte bleiben stabil: 58 Prozent - zuletzt waren es 60 Prozent - bezeichnen die Situation als „gut“. Für 37 Prozent der Befragten entsprechen die Auslandsaufträge den saisonalen Erwartungen.

Industrie braucht dringend Mitarbeiter

Die positiven und stabilen Zukunftsprognosen zeigen aber auch andere Auswirkungen. Viele Betriebe suchen Fachkräfte, sind aber oftmals nicht in der Lage, die geeigneten Mitarbeiter zu finden. „Diese Situation darf nicht zur Wachstumsbremse werden. Digitalisierung, Computerisierung und neue Technologien sind deshalb wichtig, um die Produktion nicht einbrechen zu lassen. Die Umsetzung der Digitalisierungsstrategien des Landes und der Unternehmen hat daher größte Priorität. Zudem muss alles unternommen werden, um möglichst viele Menschen in ein Beschäftigungsverhältnis zu bekommen,“ stellt der Geschäftsführer der IV-Tirol Eugen Stark fest.

Erwartungen in den nächsten drei Monaten

20 Prozent der Unternehmen gehen in den nächsten drei Monaten von einer steigenden Produktionsentwicklung aus. 76 Prozent schätzen die Lage als „etwa gleich bleibend“ ein und nur 4 Prozent planen ihre Produktionstätigkeit zurückfahren. Der Beschäftigtenstand bleibt in den nächsten Monaten stabil: 25 Prozent würden gerne zusätzliche Fachkräfte einstellen. Die Mehrzahl (74 Prozent) allerdings wird ihre Belegschaft unverändert beibehalten. Die Prognose für das nächste halbe Jahr fällt im Vergleich zum vorigen Quartal besser aus: 20 Prozent erwarten eine „günstigere“ Geschäftslage. 78 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Situation.

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Dr. Eugen Stark

Dr. Eugen Stark

Geschäftsführer, Industriellenvereinigung Tirol

T +43 512 58 41 34
eugen.stark@iv.at



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