Tirols Industriekonjunktur läuft rund

Durchaus optimistisch blicken Tiroler Industrieunternehmen in der aktuellen IV-Tirol Konjunkturerhebung in die Zukunft.

Entwicklung positiv

Parameter wie „Auslandsaufträge“ oder „Produktionstätigkeit“ legen im dritten Quartal deutlich zu. Der Optimismus in der jüngsten Konjunkturerhebung insgesamt begründet sich auf die Auftragseingänge - auf die Bestellungen im Inland und auf die Warenausfuhren. Kein einziges der befragten Unternehmen klagt im dritten Quartal über eine „schlechte“ Auslastung.

Kein Grund zum Ausruhen

Der Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, Dr. Christoph Swarovski, stellt zu den Ergebnissen fest: „Wir profitieren derzeit von der international getriebenen guten Konjunktur. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir akuten Handlungsbedarf haben. Immerhin sind wir in sämtlichen Standortrankings in den letzten zehn Jahren deutlich zurückgefallen. Unsere Betriebe müssen international wettbewerbsfähig bleiben und haben standortpolitisch eine bessere Ausgangsposition verdient“.

Die Ergebnisse im Detail

46 Prozent der befragten Tiroler Industrieunternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als gut. 54 Prozent verfügen über saisonübliche Aufträge. Den Stand bei den Warenausfuhren halten 60 Prozent für gut, 38 Prozent für ausreichend. Das ist gegenüber dem zweiten Quartal eine signifikante Steigerung bei den Auslandsaufträgen.

Ausblick auf die nächsten drei Monate

Im Einklang mit der verbesserten Auftragslage gestalten die Unternehmen ihre Produktionsplanung für die nächsten Monate expansiver. 30 Prozent der Befragten rechnen mit einem spürbaren Zuwachs, im zweiten Quartal waren dies nur 12 Prozent. „Etwa gleich bleiben“ wird die Produktionstätigkeit voraussichtlich bei 66 Prozent. Nur 4 Prozent der befragten Unternehmen müssen ihre Produktion zurückfahren.

87 Prozent der Befragten gehen bei der Entwicklung der Verkaufspreise weiterhin von einem gleichbleibenden Niveau aus. 13 Prozent können auch Preiserhö­hungen bei den Kunden durchsetzen. Dieser Spielraum in der Preisgestaltung spiegelt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den internationalen Märkten wider.

Mit steigender Beschäftigung rechnen 27 Prozent der Unternehmen. Die anderen Betriebe wollen ihren Personalstand unverändert lassen. Kein einziges Unternehmen rechnet in nächster Zeit damit, den Mitarbeiterstand reduzieren zu müssen.

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Dr. Eugen Stark

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