Christoph Swarovski als Präsident wiedergewählt

Wirtschaftsstandort stärken ist zentrales Ziel

Das neue Präsidium der IV-Tirol (v.l.): Eduard Fröschl (Fröschl AG), Präsident Christoph Swarovski (Tyrolit), Paul Unterweger (Unterweger Früchteküche), Hermann Lindner (Traktorenwerk Lindner), Max Kloger (Tiroler Rohre). Nicht im Bild: Karlheinz Wex, das neue Präsidiumsmitglied (Plansee).

Dr. Christoph Swarovski, geschäftsführender Gesellschafter der Tyrolit KG, wurde am 23. Juni 2020, anlässlich der Ordentlichen Vollversammlung am MCI in Innsbruck für weitere vier Jahre als Präsident der Industriellenvereinigung Tirol bestätigt. Neu ins Präsidium gewählt wurde Mag. Karlheinz Wex, Vorstandsvorsitzender der Plansee Holding AG. Dem Präsidium gehören weiters Eduard Fröschl, Hermann Lindner, Max Kloger und Paul Unterweger an. Als zentrale Ziele der Industriepolitik nannte der wiedergewählte Präsident die Stärkung des Industriestandortes durch Investitionen in Infrastruktur, Arbeitsmarkt und Bildung. Eine klare Absage erteilte er neuen Steuern.

Standort stärken durch Bildung und Investitionen

Die Bewältigung der Corona- Krise war zentrales Thema der Vollversammlung. „Wir müssen uns zum Ziel machen, das Land der hellsten Köpfe zu werden. Nur Bildung sichert langfristig Beschäftigung, Wohlstand und ein spannungsfreies Leben“, stellt Präsident Swarovski zur mittel- bis langfristigen Sicherung des Wirtschaftsstandortes fest. Für die kurzfristige Bewältigung der Corona- Krise seien im Konjunkturpaket des Bundes die richtigen Maßnahmen vorgesehen. Die Investitionsprämie und die Möglichkeit, Investitionen schneller abzuschreiben, bilde Anreize und unterstütze jene Unternehmen, die auch in dieser schwierigen Zeit investieren und das sei absolut richtig. Mit dem Masterplan Digitalisierung, dem Breitbandausbau und Investitionsprogrammen für Wasserstoff und Batterieentwicklung setze der Bund zudem auf absolute Zukunftsthemen. Swarovski sieht auch im Konjunkturpaket des Landes sehr positive Maßnahmen. Jetzt sei es aber wichtig, dass auch die Tiroler Leitbetriebe davon profitieren können.

Entlastung und keine neuen Steuern

Präsident Swarovski lobte die Entlastung der untersten Einkommensstufe durch die vorgezogene Steuerreform. „Die Entlastung für Unternehmen muss der nächste Schritt sein“, stellt Präsident Swarovski fest. In der aktuellen Diskussion um Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern warnt Präsident Swarovski davor, den Wirtschaftsstandort Österreich mit solchen Maßnahmen zunehmend unattraktiv zu machen. Auch Stiftungen müssten steuerlich so behandelt werden, dass sie weiterhin die finanzielle Basis von Unternehmen sichern können.

Es seien vielmehr jene Maßnahmen zu setzen, die die Wirtschaft stimulieren, zu mehr Arbeit, Wertschöpfung, wirtschaftlichem Erfolg und damit schließlich zu mehr Steuern führen.

Präsident Swarovski sprach sich für eine enge Abstimmung von Politik und Wirtschaft beim Hochfahren der österreichischen Wirtschaft aus. „Politik und Wirtschaft sind eng miteinander verknüpft und funktionieren nur in gegenseitiger Abstimmung“, stellt Swarovski fest.

Reinhard Schretter neuer Ehrenpräsident

Dr. Reinhard Schretter war von 2008 - 2016 Präsident der IV-Tirol und hat sich in dieser Funktion, aber auch als Unternehmer für die Tiroler Industrie dauerhaft verdient gemacht. Für die achtjährige Amtszeit als Präsident und für seine langjährige Verbundenheit mit der IV wurde Schretter nunmehr die Ehrenpräsidentschaft verliehen.

Kontakt

Dr. Eugen Stark

Dr. Eugen Stark

Geschäftsführer, Industriellenvereinigung Tirol

T +43 512 58 41 34
eugen.stark@iv.at


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