Das Aktionsfeld Infrastruktur gliedert sich in sechs Leitprojekte auf. Vier davon beziehen sich auf den Güter- und Personenverkehr. Weiters werden in diesem Themenfeld das „Hochleistungsfähige Internet“ und die „Vorsorgeflächen für Betriebserweiterungen“ behandelt.
Die beiden Projekte „Verbesserung des ÖPNV“ wie auch „Ausbau der Bahninfrastruktur“ standen mit Ende des Jahres 2024 noch am Anfang. Am 17. September 2024 fand das Erstgespräch zum ÖPNV mit dem Projektverantwortlichen aus dem Beirat der IV Tirol, Andreas Kraler, statt. Es wurde festgestellt, dass es bereits öfter Versuche gab, hier etwas zu verändern, es aber meist an den fehlenden Daten, den unterschiedlichen Interessen und auch an der Bequemlichkeit der Verkehrsteilnehmer scheiterte. Es wurde vereinbart, dass die IV Tirol im ersten Halbjahr 2025 eine Umfrage zu diesem Thema bei den Mitgliedern starten wird.
Matthias Danzl hat bereits in den letzten Jahren bei Initiativen zum Gütertransport auf der Schiene mitgewirkt und sich bereit erklärt, der Verantwortliche aus dem Vorstand der IV Tirol für die Projekte Ausbau der Bahninfrastruktur für den Güterverkehr und grenzüberschreitende Kooperation mit Südtirol und Bayern zu sein. Beim internen Erstgespräch wurde festgelegt, dass es Gespräche mit den Verantwortlichen bei der Wirtschaftskammer, beim BBT, bei der Railcargo und beim Land Tirol geben soll. Eine Umfrage erscheint bei der derzeitigen Lage nicht sinnvoll und wird im Fall erst bei konkreten Fragestellungen stattfinden. Im Herbst 2024 wurde zu den Forderungen im Transit ein Artikel in der Zeitschrift eco.nova veröffentlicht und eine Pressemeldung von der IV Tirol ausgesendet.
Grenzüberschreitende Kooperation mit Südtirol und Bayern
Das Thema grenzüberschreitender Verkehr ist im Winter 2024 vor allem durch die Diskussion zur Baustelle auf der Luegbrücke und den damit verbundenen Staus medial wieder sehr stark in den Mittelpunkt gerückt. Bereits am 8. Juli 2024 unterschrieben Max Kloger, Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und Heiner Oberrauch, Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol – Confindustria Alto Adige die gemeinsame Erklärung „Freien klimagerechten Warenverkehr über den Brenner gewährleisten“. Die drei Verbände forderten gemeinsam, dass die Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel priorisiert und beschleunigt realisiert werden müssen und die Harmonisierung des Schienenverkehrs voranzutreiben ist. Weiter muss der Aufbau einer ausreichenden Infrastruktur für alternative Antriebstechnologien zügig kommen, die verkehrsbeschränkenden Maßnahmen müssen auf ein Minimum begrenzt werden und die Wirtschaft muss in die Erarbeitung praxisgerechter Lösungen eingebunden werden. In ihren jeweiligen Bundesländern werden sich die Verbände für die Umsetzung dieser Forderungen einsetzen.
Die Medien haben in den drei Bundesländern das Thema gut aufgegriffen. Es wurde sowohl im Radio, im Fernsehen, wie auch in den Printmedien darüber berichtet.
Flugtechnische Erreichbarkeit Innsbrucks und Osttirols
Auch auf das Betreiben der IV Tirol wurde die Flugverbindung Innsbruck-Frankfurt im Herbst 2024 wieder aufgenommen. Der Flughafen Innsbruck mit den Verbindungen nach Frankfurt und Wien bleibt ein ungemein wichtiger Anbindungspunkt. Dabei sind sich Holger König und Markus Dax beim Erstgespräch einig. Die IV wird weiterhin eine gute Verbindung nach Wien und eine Beibehaltung der Flugverbindung nach Frankfurt für den Standort Tirol fordern.
Hochleistungsfähiges Internet und Vorsorgeflächen für Betriebserweiterungen
Das Leitprojekt hochleistungsfähiges Internet startete im September mit dem Erstgespräch mit dem Zuständigen Klaus Gheri. Vizepräsident Eduard Fröschl übernahm die IV interne Verantwortung für das Projekt „Vorsorgeflächen für Betriebserweiterungen“. Nach einem Gespräch mit dem Raumplaner Falch wird von diesem im Jahr 2025 ein Konzept zur weiteren Vorgehensweise vorgestellt werden.

