2025 rückten strategische Weichenstellungen, neue Formate zur Berufsorientierung und eine engere Abstimmung mit den Bildungspartnern in den Mittelpunkt. Ziel war es, technische Ausbildung sichtbarer, praxisnäher und für mehr Jugendliche als realistische Zukunftsperspektive zu positionieren.
Die Tiroler Industrie ist auf hochqualifizierte technische Fachkräfte angewiesen. HTLs spielen dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig zeigen sich strukturelle Herausforderungen: sinkende Schülerzahlen, steigender Lehrkräftebedarf und ein weiterhin niedriger Mädchenanteil erhöhen den Handlungsdruck. 2025 lag der Schwerpunkt daher darauf, die technische Ausbildung stärker an den Erwartungen von Jugendlichen und Unternehmen auszurichten und die Attraktivität der Schulform gezielt weiterzuentwickeln.
Strategiearbeit und Austausch im Fokus
Im Jahr 2025 stand der inhaltliche Austausch mit zentralen Partnern im Vordergrund. Der Dialog mit der Bildungsdirektion sowie dem Verein HTL Tirol wurde gezielt genutzt, um an der strategischen Weiterentwicklung der technischen Ausbildung mitzuwirken. Im Zentrum steht die gemeinsame Erarbeitung des „Strategiekonzepts HTL 2030“, deren Finalisierung und Präsentation für 2026 vorgesehen ist.
Neupositionierung der HTL-Tage
Ein sichtbares Signal wurde mit den HTL-Tagen gesetzt. Das Format wurde erstmals als gemeinsame Veranstaltung unter einer einheitlichen Marke durchgeführt – mit klarem Fokus auf Fachrichtungen statt auf einzelne Standorte. Dieser Perspektivenwechsel stärkt die inhaltliche Orientierung für Jugendliche und ermöglicht einen direkteren Zugang zu den Ausbildungsschwerpunkten. Die Resonanz bestätigt den Ansatz: Das Format wurde von allen Beteiligten als voller Erfolg bewertet und leistet einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung.
MINT-Initiativen als Türöffner
Ein zentraler Hebel liegt in der frühzeitigen Ansprache. Die Vielzahl an MINT-Initiativen im Land wird gezielt genutzt, um bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an technischen Themen zu wecken und damit langfristig auch den Zugang zu HTLs zu stärken. Die Positionierung der HTLs als MINT-Kompetenzzentren wird in diesem Zusammenhang konsequent weitergedacht. Perspektivisch ist zudem geplant, HTL-Schülerinnen und -Schüler in neue Formate einzubinden – etwa im Rahmen eines für 2026 geplanten Hackathons.
Konkrete Bedarfserhebung und neue Impulse
Zur Schärfung der Anforderungen wurde 2025 eine gezielte Umfrage durchgeführt und dem Verein HTL Tirol vorgestellt. Im Fokus standen Erwartungshaltungen der Betriebe, zukünftige Kompetenzanforderungen sowie mögliche Kooperationsansätze. Diese Grundlage soll in die weitere strategische Ausrichtung einfließen und konkrete Maßnahmen vorbereiten.
Lehrkräfte und Strukturen im Fokus
Ein wachsender Engpass zeigt sich beim Lehrpersonal. Die Diskussion über ein Lehrbeauftragtenmodell wurde daher weitergeführt, um Praxisexpertise stärker in den Unterricht zu integrieren. Gleichzeitig wurde die Rolle der HTLs als MINT-Kompetenzzentren im Rahmen der strategischen Überlegungen zu „HTL 2030“ weiter geschärft. Der eingeschlagene Weg zeigt: Attraktivität entsteht durch Sichtbarkeit, Praxisnähe und klare Perspektiven. Entscheidend bleibt, diese Ansätze konsequent weiterzuentwickeln und strukturell abzusichern.
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KPI-Check 2025:
- Anzahl der Schülerinnen und Schüler an Tiroler HTLs Status 2025: 4.480 Schülerinnen und Schüler an Tiroler HTLs (11 Standorte, 207 Klassen)
- Anzahl der Mädchen, die eine HTL besuchen
Status 2025: Schätzungsweise zwischen 17 % und 21 %, je nach Fachrichtung stark unterschiedlich
- Jährlich fünf Best Practices aus Partnerschaften von HTLs mit Unterstufen anderer Schulen
Status 2025: nicht erhoben

