Vom 14. bis 16. Mai 2026 führte die Studienfahrt für 13 Mitglieder der Jungen Industrie Tirol nach Slowenien. Die Gruppe nutzte die Reise, um Einblicke in innovative Produktionsbetriebe, internationale Wertschöpfungsketten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Nachbarlandes zu gewinnen. Im Mittelpunkt standen der direkte Austausch mit Unternehmen sowie die Besichtigung der Produktionsstätten.
Einblicke in spezialisierte Industriebetriebe
Der erste Unternehmensbesuch führte die Delegation zu Iskra ISD in Kranj. Das Unternehmen produziert hochwertige Industriekomponenten aus Metall und Kunststoff für die Automobil-, Elektro- und Industriebranche. Besonders deutlich wurde, welche Rolle Qualität, Fertigungssicherheit und Kundennähe für Zulieferbetriebe in internationalen Lieferketten spielen.
Bei Domel in Železniki standen Elektromotoren und Antriebssysteme im Fokus. Das Unternehmen ist in mehreren technologischen Nischen international erfolgreich tätig. Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie Forschung, Spezialisierung und industrielle Umsetzung ineinandergreifen.
Produktion, Qualität und internationale Märkte
Am zweiten Reisetag besuchte die Delegation Štore Steel, einen führenden slowenischen Hersteller von Spezialstahl. Der Betrieb machte sichtbar, wie wichtig hochwertige Materialen, präzise Fertigung und verlässliche Prozessketten für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sind.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch bei Goodyear Slovenia in Kranj. Dort erhielt die Junge Industrie Tirol Einblicke in einen bedeutenden europäischen Reifenproduktionsstandort. Themen wie Automatisierung, Digitalisierung, Qualitätssicherung und die Einbindung regionaler Produktion in globale Konzernstrukturen standen dabei im Mittelpunkt.
Slowenien als Wirtschafts- und Tourismusstandort
Neben den Betriebsbesichtigungen bot die Reise auch Raum für Gespräche über die wirtschaftliche Entwicklung Sloweniens, Unterschiede zu Österreich sowie Chancen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Der Besuch in Bled am dritten Tag rundete das Programm ab und zeigte Slowenien auch als stark touristisch geprägten Standort und somit eine weitere Gemeinsamkeit zu Tirol.
Für die Junge Industrie war die Studienfahrt ein wertvoller Einblick über die eigene Region hinaus. Sie zeigte: Industrielle Herausforderungen – von Fachkräftesicherung über technologische Spezialisierung bis hin zu internationaler Wettbewerbsfähigkeit – machen nicht an Landesgrenzen Halt.


