Die IV Tirol empfing am 4. November Vertreter der US-Botschaft und des US Commercial Service in Innsbruck. Im Mittelpunkt standen die Stärken und Herausforderungen der Tiroler Industrie, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten sowie die Möglichkeiten für Unternehmen, am amerikanischen Markt aktiv zu werden.
Die USA sind für Tirols Industrie ein wichtiger Wirtschaftspartner. Waren im Wert von rund 860 Millionen Euro wurden 2025 aus Tirol in die Vereinigten Staaten exportiert. Damit sind die USA der viertgrößte Exportmarkt des Landes. Im Gespräch mit der US-Delegation ging es unter anderem um die starke Verflechtung der Tiroler Industrie mit dem deutschen Markt, die Perspektiven exportorientierter Branchen und die Notwendigkeit, zusätzliche internationale Absatzmärkte zu erschließen.
Stärken und Herausforderungen der Tiroler Industrie
Zu Gast waren Juan Domenech-Clar, Leiter der Abteilung für politische und wirtschaftliche Angelegenheiten der US-Botschaft in Wien, Mark Bland, Leiter des Wirtschaftsreferats (ECON Unit Chief), sowie Andrea Wimpissinger vom US Commercial Service. IV-Tirol-Geschäftsführer Michael Mairhofer stellte den amerikanischen Gästen die wirtschaftliche Bedeutung der heimischen Industrie vor. Im Fokus standen international erfolgreiche Familienunternehmen, hoch spezialisierte Technologiebetriebe und die besondere Rolle der Industrie für die Wertschöpfung in Tirol. Gleichzeitig thematisierte Mairhofer die wachsenden Herausforderungen des Standorts: hohe Arbeitskosten, ausufernde Bürokratie und den steigenden internationalen Wettbewerbsdruck. Auch die Notwendigkeit, neue Absatzmärkte zu erschließen und die internationale Präsenz der Tiroler Industrie weiterzuentwickeln, wurde diskutiert.
Investitionsstandort USA und Unterstützung für Unternehmen
Ein weiterer Gesprächsschwerpunkt waren die Möglichkeiten für Tiroler Unternehmen, in den USA zu investieren oder ihre dortigen Aktivitäten auszubauen. Neben der Größe und wirtschaftlichen Bedeutung des amerikanischen Marktes kann auch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump für einzelne Unternehmen ein zusätzlicher Grund sein, eine stärkere Präsenz vor Ort zu prüfen. Die Vertreter des US Commercial Service erläuterten ihre Unterstützungsangebote für interessierte Unternehmen. Dazu zählen die Vermittlung von Kontakten zu zuständigen Stellen und Dienstleistern sowie Informationen über Investitionsmöglichkeiten. Vorgestellt wurde auch der SelectUSA Investment Summit in Washington, der internationale Investoren mit amerikanischen Wirtschaftsförderorganisationen und weiteren Ansprechpartnern zusammenbringt.
Die IV Tirol und die US-Botschaft wollen den direkten Informationsaustausch fortsetzen. Relevante Informationen über den US-Markt und entsprechende Veranstaltungen sollen künftig auch über die Kommunikationskanäle der IV Tirol an interessierte Mitgliedsunternehmen weitergegeben werden.


