2025 brachte gezielte Impulse für flexible Kinderbetreuung und frühe MINT-Förderung. Der breite Ausbau blieb jedoch hinter dem Bedarf zurück – auch weil wirtschaftlich dringende Themen stärker im Vordergrund standen.
Kinderbetreuung bleibt ein zentraler Hebel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit für die Mobilisierung von Arbeitskräften. 2025 erzielte das Leitprojekt einzelne Fortschritte, erreichte aber nicht das Tempo, das ursprünglich angestrebt war. Die IV Tirol setzte deshalb vor allem auf praxistaugliche Modelle, sichtbare Beispiele und die Qualifizierung in der Elementarbildung.
Betriebliche Tageseltern als funktionierendes Modell
2025 stand die Sichtbarkeit funktionierender Modelle im Vordergrund. Ein Fernsehbeitrag für Tirol TV und ein Medientermin im Juni rückten das Beispiel von Cura Cosmetics ins Zentrum. Der Praxisfall zeigte, dass Betreuung nahe am Arbeitsplatz Familien entlastet und zugleich die Bindung an den Betrieb stärkt. Genau darin liegt der Vorteil solcher Modelle: Sie erleichtern den Alltag, erhöhen die Planbarkeit für Eltern und verbessern die Attraktivität von Unternehmen im Wettbewerb um Arbeitskräfte. Betriebliche Tageseltern sind zudem vergleichsweise flexibel umsetzbar. Sie brauchen keine aufwendige Infrastruktur, können in bestehenden Räumlichkeiten eingerichtet werden und sichern mit qualifiziertem Personal eine verlässliche Betreuungsqualität.
Frühe Förderung und offene Rahmenfragen
Parallel dazu wurde die Aus- und Weiterbildung des Betreuungspersonals weiter unterstützt. Nach einer Evaluierung stand 2025 nicht mehr „Technik kinderleicht!“, sondern der Ausbau der Spürnasenecken im Mittelpunkt. Sieben Spürnasenecken wurden bereits in Kindergärten etabliert, ergänzt durch elf Workshops zu MINT-Bildung, forschendem Lernen und dem praktischen Einsatz dieser Lernumgebungen. Im November startete mit FRIDA zudem eine neue digitale Plattform des Landes, über die Eltern ihren Bedarf an Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplätzen melden können. Das verbessert die Planungsbasis, löst aber die strukturellen Fragen noch nicht. Die Datenlage bleibt unvollständig, betriebliche Initiativen können öffentliche Angebote nur ergänzen, und für den weiteren Ausbau braucht es weniger Bürokratie, mehr Transparenz und zusätzliche flexible Betreuungsformen.
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KPI-Check 2025:
- Anzahl der betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen
Status 2025: Daten nur eingeschränkt verfügbar; aktuell 3 Einrichtungen von Industrieunternehmen bekannt, vollständige Erhebung nicht möglich
- Prozent der Tiroler Gemeinden, die eine optimale Kinderbetreuung anbieten
Status 2025: Statusbericht ausstehend

