Die Umsetzung der MINT-Zukunftsstrategie in Tirol hat im Jahr 2025 weiter an Dynamik gewonnen. Ziel bleibt es, junge Menschen frühzeitig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und damit die Fachkräftebasis nachhaltig zu stärken.
Breite Verankerung von MINT im Bildungssystem
Ein zentraler Meilenstein war die konsequente Weiterentwicklung der MINT-Infrastruktur: Mit der Ausschreibung für geförderte Spürnasenecken wurde ein wichtiger Schritt gesetzt, um forschendes Lernen bereits in der Elementarpädagogik zu verankern. Parallel dazu stieß das Förderinstrument der MINT-Schecks erneut auf großes Interesse – ein klares Signal für das hohe Engagement der Bildungseinrichtungen.
Praxisnähe als Schlüssel zum Erfolg
Mit Formaten wie dem Next Generation Day der Tiroler Industrie gelang es, rund 650 Kindern und Jugendlichen direkte Einblicke in die industrielle Praxis zu ermöglichen. Die Verleihung des MINT-Gütesiegels an zertifizierte Bildungseinrichtungen, die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Verein klasse!forschung, dem Förderverein Technik und dem FabLab Tirol sowie die Unterstützung von Wettbewerben wie Jugend forscht, Kleiner Albert und der First Lego League stärkten das MINT-Netzwerk in Tirol nachhaltig. Auch neue Formate wie die Vorbereitung eines Hackathons zeigen, wie praxisorientierte MINT-Vermittlung kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Strategische Weiterentwicklung gesichert
Ein wesentlicher Erfolg 2025 ist die langfristige Absicherung der MINT-Koordination: Die Fortführung für die Jahre 2026 und 2027 wurde beschlossen. Damit ist gewährleistet, dass die aufgebauten Strukturen weiterentwickelt und bestehende Maßnahmen nachhaltig verankert werden können.
Mit dieser Kombination aus strukturellem Ausbau, gezielter Förderung und starker Vernetzung setzt Tirol konsequent auf MINT als Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit.
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KPI-Check 2025:
- Anzahl der Kindergärten und Volksschulen, die mit "Spürnasenecken" ausgestattet sind
Status 2025: 9 Standorte umgesetzt
- Anzahl der „MINT-Schecks“, die jährlich für Kindergärten und Schulen bereitgestellt werden
Status 2025: 151 bewilligt Förderansuchen und damit verbundene Projekte
- Entwicklung der Anzahl der Tiroler Schulen, die das MINT-Gütesiegel tragen
Status 2025: 62 Bildungseinrichtungen mit MINT-Gütesiegel
- Jährliche Budgetmittel, die für die MINT-Koordinationsstelle bereitgestellt werden
Status 2025: Fortführung der MINT-Koordination für die Periode 2026–2027 beschlossen
- Die RCI-Indikatoren „zu geringen Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften“ basieren auf internationalen Vergleichsdaten im Rahmen der PISA-Studie und werden auf nationaler Ebene erhoben. Eine differenzierte Auswertung auf Landesebene ist daher methodisch nicht vorgesehen, weshalb für Tirol im Berichtsjahr 2025 keine eigenständigen Statusdaten vorliegen.

