Bei „Wissen.Wirtschaft.Wirkung“ brachten Universität Innsbruck, IV Tirol und Wirtschaftskammer Tirol Forschung und Unternehmen zusammen. Konkrete Projekte zeigten, wie wissenschaftliches Know-how in neue Produkte, Verfahren und industrielle Anwendungen übersetzt werden kann.
Ein neuer Leuchtstoff für warmes LED-Licht, eine intelligent vernetzte Kaffeemaschine oder Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen: Zum Auftakt des neuen Austauschformats am 30. September in der Bauakademie am WIFI-Gelände wurde anhand konkreter Projekte sichtbar, was entstehen kann, wenn Forschung und Unternehmen zusammenarbeiten. Gleichzeitig sollte die Veranstaltung neue Kontakte und Kooperationen anstoßen.
Vom Labor zur Anwendung
Francesca Ferlaino vom Institut für Experimentalphysik zeigte am Beispiel der Innsbrucker Quantenforschung, welche wirtschaftliche Dynamik aus Spitzenforschung entstehen kann. Aus dem Innsbrucker Quantenumfeld sind mit ParityQC und AQT bereits erfolgreiche Unternehmen hervorgegangen. Einen anderen Weg in die Anwendung zeigten Hubert Huppertz von der Universität Innsbruck und Martin Straßburg von ams-OSRAM: Über mehr als 15 Jahre arbeiteten Universität und Unternehmen an neuartigen roten Leuchtstoffen für warmes LED-Licht – bis hin zu einem fertigen Produkt
Kooperation in der Praxis
Wie unterschiedlich solche Partnerschaften aussehen können, zeigte auch Datum Coffee gemeinsam mit der Universität Innsbruck und Maschinenbau Grissemann aus Kufstein. Das Projekt verbindet Startup-Idee, wissenschaftliche Expertise und industrielle Erfahrung. Anschließend boten 17 Thementische Gelegenheit zum direkten Austausch – von 3D-Druck und Dünnschichttechnologien bis zu neuen Materialien aus Hanf, Holz oder Abfallstoffen.
Forschung in Wertschöpfung übersetzen
„Tirol verfügt über starke Forschung und technologisch hochentwickelte Industriebetriebe. Entscheidend ist, diese beiden Stärken enger zusammenzubringen. Für die Industrie entsteht der Mehrwert dort, wo wissenschaftliches Know-how in neue Produkte, Verfahren und Technologien übersetzt wird. Genau solche Kooperationen stärken die Innovationskraft unserer Unternehmen und sorgen dafür, dass aus Forschung auch Wertschöpfung in Tirol entsteht“, sagt Michael Mairhofer, Geschäftsführer der IV Tirol. Damit der Austausch nicht beim Auftakt bleibt, folgen ab November kleinere Termine, bei denen einzelne Themen und konkrete Kooperationsmöglichkeiten in Laboren, Instituten und Unternehmen weiter vertieft werden.


